Vor hundert Jahren, am 2. April 1906 kam auf Schloss Warthausen bei Biberach ein Junge zur Welt, der bald schon in die Fliegergeschichte eingehen würde. Es kann vermutet werden, dass mit ein Anstoss dazu war, dass er als Kind gelegentlich auf dem Schoss eines Onkels sass als dieser zu Besuch im Schloss war und von seinen Luftschiffabenteuern erzählte: das war Graf Zeppelin.
Als wagemutiger Zweiundzwanzigjähriger startet er 1928 von Berlin-Tempelhof in seiner Klemm-Maschine mit 20 PS Mercedes-Motor zu einem Nonstopflug nach Moskau, mit dem Ehrgeiz, den "Hindenburg-Pokal für besondere fliegerische Leistungen mit einem Leichtflugzeug" zu erhalten.
Als ihm nach Moskau signalisiert wird, dies reiche noch nicht für den Pokal, fliegt er einfach weiter. Manche kritische Situation hat er dabei auf dieser Reise zu überstehen, die ihn schliesslich um die ganze Erde führen wird. Er kam mit dem Schah von Persien zusammen, mit Mahatma Ghandi, Henry Ford, Charles Lindbergh, Carl Laemmle in Hollywood. Er hatte manche Panne und Notlang und Unbilden des Wetters zu überstehen.
Dieses Ereignis fand damals grosse Beachtung und seine beiden darüber veröffentlichten Bücher waren Bestseller zu Anfang der Dreissiger Jahre. Dabei wurde deutlich, dass der junge Flieger gleichzeitig ein genialer Erzähler war.
Vor ein paar Jahren hat Hans Angele aus Reinstetten das Leben und Wirken dieses genialen Fliegers recherchiert und in dem Buch KOENIG DER LÜFTE dokumentiert. Den Kern des Buches bilden die Texte des fliegenden Barons über seinen Weltflug.
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